Roland Vida
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Textbeispiele und Referenzen
(in Auszügen)

…für eine Rede zur 25jährigen Firmenzugehörigkeit eines Mitarbeiters

(von dem Mitarbeiter selbst gehalten)

Sehr geehrter Herr ………., liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich freue mich, Euch zu meinem Betriebsjubiläum begrüßen zu dürfen.

Wie Ihr wisst, bin ich keiner, der große Reden hält. Aber ein paar Gedanken habe ich mir, je näher dieser Tag rückte, natürlich schon gemacht. Da ist in mir so einiges aus den vergangenen 25 Jahren Revue passiert, von dem ich Euch erzählen möchte.

Aber zunächst habe ich gedacht, dass das Jahr 2007 für mich ja nun wirklich gut anfängt:

mit einem Empfang und einem – wie ich doch erwarte und hoffe – schönen und gemütlichen Abend, den wir heute hier gemeinsam verbringen wollen. 

25 Jahre bin ich nun schon als Mitarbeiter bei der ÜNH bzw. bei der EWE. Und wenn ich heute die Frage beantworten soll, die die Journalisten in allen möglichen Interviews heute so gern stellen - nämlich, was das für ein Gefühl ist – dann kann ich nur sagen:

  1. Hier ist diese Frage wirklich einmal berechtigt und
  2. meine Antwort ist: 25 Jahre dabei zu sein, fühlt sich wirklich gut an! Es ist fast ein bisschen so, als wenn sich – extra für mich! – Weihnachten und Sylvester „ein paar Tage später“ noch einmal für ein paar Stunden zusammentun – mit ein bisschen Rückbesinnung, mit Spaß und guter Laune.

25 Jahre – das ist schon eine ziemlich lange Zeit! Natürlich auch für mich.

In diesen Jahren ist eine ganze Menge passiert:

Es gab und gibt aufregende Zeiten – im Außendienst sowieso, aber vor allem in den Bereitschaftsdiensten, wenn zu allen möglichen und unmöglich-unwillkommenen Zeiten, zum Beispiel – was auch schon vorgekommen ist – beim Auspacken der Geschenke am Heiligen Abend das „rote Telefon“ klingelt.

Oder, wie das vor einigen Jahren passiert ist, auch zu Sylvester:

Am Nachmittag war ich damals mit meiner Familie noch bei klirrender Kälte beim Rodeln, freute mich anschließend aufs Aufwärmen daheim, überlegte mir schon, was alles dazu beitragen könnte… – und was passierte?

Ab 18.00 Uhr war Showtime – eine Großstörung, die in einer eisigen Sylvester-Nacht von uns den vollen Einsatz verlangte… Um 24.00 Uhr sahen wir die Raketen über uns aufsteigen, die wir uns in dem Moment als Sternschnuppen vorgestellt haben, bei denen wir uns etwas wünschen durften…. Und was wir uns in dem Moment gewünscht haben, könnte Ihr Euch vielleicht vorstellen…

Unsere Wünsche wurden damals nicht sofort erhört: Für uns gab’s jedenfalls nur eine kurze „Gedenkminute“ – und dann ging’s noch bis um 2.00 Uhr weiter…

Ich habe im Laufe der Jahre wirklich prima und wunderbare Mitarbeiter erlebt.

Das war natürlich besonders in der ersten Zeit für mich wichtig, vom ersten Arbeitstag an, also seit dem 2. Januar 1982.

Leute wie ……oder ………………., genannt „Fieten“, ……….., auch mein erster Vorgesetzter ……………, oder mein langjähriger Kollege ………. – und noch ein paar mehr: Das waren alles Kollegen bzw. Vorgesetzte, die mir damals, Anfang Januar 1982, ein richtig gutes „Wir-Gefühl“ und damit einen richtig guten Einstieg ins Jahr und in meine neue berufliche Umgebung gegeben haben.

…für eine Trauerrede (von mir selbst gehalten):

Liebe Frau ……….., liebe Familie,

wir haben uns heute hier zu dieser Stunde des Gedenkens zusammengefunden, um in ihr Abschied zu nehmen von einem Menschen, der für Sie alle auf unterschiedlich langen Wegen so guter, vertrauter und zuverlässiger Begleiter war – als Ehemann, Vater und Großvater, als Bruder, Onkel und als Freund.

Für viele von Ihnen, die Sie heute hier zusammengekommen sind, um Abschied von ihm zu nehmen, war er darüber hinaus auch ein väterlicher und großväterlicher Freund. Er war ein Mann, der reich gesegnet war mit Talenten und dem Temperament, die mit diesen Talenten verbundenen Herausforderungen anzunehmen und sie in Lebenswirklichkeit, ins fühlbare, zählbare, wirkliche Leben umzusetzen.

Und diese Talente – sein kaufmännisches Talent, sein musisches und musikalisches Talent, sein Sprachgefühl,  seine Neugier und Kontaktfreude, sein Ideenreichtum – sie begründeten früh schon etwas in ihm, das Psychologen heute  „Ich-Stärke“ nennen:

Und wenn wie bei ihm eine blitzgescheite Intelligenz und Willenskraft, Intuition und Stehvermögen, ein unbedingter Sinn für Selbständigkeit und Unabhängigkeit hinzukommen, dann sind das die Katalysatoren, die alles in Bewegung bringen:

Dann wird aus dem kaufmännischen Talent ein wirklicher, erfolgreicher Kaufmann – aus dem musischen und musikalischen Talent wird zum Beispiel ein guter Tänzer, der Rhythmus- und Taktgefühl im wörtlichen wie im übertragenen Sinne entwickelt, dann wird aus dem Sprachgefühl rhetorische Potenz, aus Neugier und Kontaktfreude entstehen Wissen und ein Netz von Möglichkeiten, aus Ideen werden Projekte.

oder aus einer anderen Rede anlässlich einer Trauerfeier…

Liebe Familie, liebe Angehörige, liebe Trauergäste,

ich möchte unser heutiges Zusammensein mit einigen Zeilen aus einem Gedicht von …. – Ihrem Vater, Schwiegervater, Onkel, Opa, Ur-Opa und Freund, beginnen – dem Menschen, der heute der Mittelpunkt

Es sind die Schlusszeilen aus seinem Gedicht „Das war mein Leben“, das uns mit weiteren Versen durch diese Stunde des Abschieds begleiten soll, weil es auf eine so schöne und unnachahmliche Weise seinen Charakter, sein Denken, Wesentliches seines Wesens widerspiegelt:

seine Liebe, seinen augenzwinkernden Humor, der einem Eugen Roth und einem Wilhelm Busch so nahe stand, seine Fürsorge und Feinsinnigkeit, auch seine Empfindsamkeit.

Gerade letzteres: seine Feinsinnig- und seine Empfindsamkeit waren Eigenschaften, die ihn im Laufe seines Lebens zu einem Menschen werden ließen, der zwar immer Anteil an dem, was ihn umgab, nahm, der in sich aber deutlich den Wunsch empfand, Rückzugsräume zu finden, in denen sich die Erfahrungen seines Lebens für ihn und andere wandeln ließen:

hin zu Erfahrungen, die zwar real blieben, für jeden nachvollziehbar waren und sind und doch in einem milderen Licht erscheinen – liebevoll sich selbst und denjenigen gewidmet, die er liebte und denen er nahe stand.

„Am Anfang war das Wort.“ Die Sprache war sein Ausdrucksmittel, das er so gern dafür einsetzte. Hier hatte er ein so großes Talent, schon seit jeher, seit seiner Kindheit und Schulzeit. Als er in den letzten Jahren seines Lebens daran anschloss, schloss sich für ihn auch ein Kreis.

Gedichte als Plädoyer für Zwischentöne, für eine feinsinnige oder feinsinnigere Wahrnehmung der Welt, wie er sie für sich erlebte – und wie er sie anderen zutraute; Gedichte als Präsente, die anderen schlicht Freude machen sollten.

Hier nun die Schlusszeilen aus „Das war mein Leben“ von ……:

„Gedichte sind mein neues Leben
von Liebe sing’ ich und von Freud’
von Sorge und von Herzeleid,
schreib’ über Klassische Musik,
von Weltgeschichte manch ein Stück –
und auch für Kinder allerlei,
Was mich beschäftigt und bewegt,
ist in Gedichten dargelegt.“

Der, der dieses Bekenntnis über „sein neues Leben“ abgibt, war schon in seinen Siebzigern, als er dieses „neue Leben“ so richtig begann.

Intensiv und leidenschaftlich, kreativ, humorvoll und gekonnt suchte und fand er Themen des Lebens. Die, die er in den gerade von mir zitierten Zeilen selbst genannt hat, lassen sich um viele Themen erweitern und konkretisieren: 

um „Bretter, die die Welt bedeuten“, um „Die Neue“ (Waschmaschine), um
„Das Jahr“, das zu Ende geht, um Gedanken über den Abschied, um Anmerkungen zum „Umgang mit Frauen“, um eine „Kleine Musikkunde“, mit der er uns Mitwirkende in der Instrumental- und Stimmkunst vorstellt, um Gedichte über das „Telefon“, den „Ersten Zahn“, den „Ersten Schultag“, die „Erste Brille“, den „Ersten Kuss“, den „Ersten…“ – nein! nicht über den „Ersten Computer“ – den hatte er auch erst in seinen Siebzigern von seinen Schwiegersöhnen geschenkt bekommen…, sondern schlicht über den „Computer“ und über einen Drucker: der „Inkompatibel“ war...

Über das Wetter schrieb er, über einen „Aktenvernichter“, den „EC-Automaten“, über einen Menschen, vom „Goldrausch“ ganz besessen, über Geburts- und Feiertage, über „den Euro“, über Frauen „über 39 und kein bisschen älter“…

Er schrieb Liebeserklärungen an eine Stadt wie Hamburg, in der er über 50 Jahre seines Lebens verbrachte, an Menschen wie seine Kinder und Enkelkinder, an seine Frau ……,  die mehr als 32 Jahre lang die Frau an seiner Seite war.“

Referenzen

„Sie haben mir, meinen Kindern und Angehörigen würdevoll durch eine doch sehr schwere und traurige Abschiedsstunde hindurch geholfen.

Es war ergreifend, feierlich, still und schön und wird mir und allen Anwesenden stets in guter Erinnerung bleiben.“

„Erst einmal möchte ich mich für die schöne Trauerrede bedanken, die Sie auf der Trauerfeier für meinen Opa …………gehalten haben. Wir waren alle sehr glücklich über die Worte, die Sie gefunden haben, um meinen Opa und sein Leben zu beschreiben.“

„Immer wieder denken wir mit Dankbarkeit an die Rede, die Sie anlässlich der Trauerfeier für meinen Vater gehalten haben. Ich war so erstaunt darüber, wie Sie es verstanden haben, uns immer wieder durch Tränen lächeln zu lassen.“

„Nochmals möchten wir Ihnen für die nette und herzliche Trauerrede, die Sie gehalten haben, danken. Sie hat allen gut gefallen. Eine Freundin meiner Mutter, selbst schon 88 Jahre alt, meinte, das dürfe man eigentlich gar nicht sagen, aber so eine schöne Trauerfeier habe sie noch nicht erlebt.“

Auf einer Dankkarte an die Trauergäste:

„Ein besonderer Dank gilt dem Redner, Herrn Roland Vida, für die schöne und einfühlsame Gestaltung der Trauerfeier.“

Aus einem Brief nach einem gelungenen Firmenjubiläum:

„Danke für Ihre Mithilfe bei der Ansprache, die ich zu meinem Firmen-Jubiläum vor einigen Tagen gehalten habe. Ich war vorher ziemlich nervös. Aber am Abend selbst lief alles sehr gut: Sie hatten ja mit Recht gesagt, dass ich mich vor allem mit dem Text wohl fühlen solle. Die Kolleginnen und Kollegen fanden meine Rede jedenfalls zum Schmunzeln und meinten, dass sie genau der richtige Beginn für einen schönen Abend war…“


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